Home
Das Forschungszentrum
Projekt A.P.A: Firenze,
Prato, Pistoia

LGDN
Der Hund bei der Arbeit
Technische Hinweise
Foto Gallery

 

“LIFE07NAT/IT/000502
“IMPROVING THE CONDITIONS FOR LARGE CARNIVORE CONSERVATION – A TRANSFER OF BEST PRACTICES” – EX-TRA”.


LIVESTOCK GUARDING DOG NETWORK
(Das Austauschnetz für Schutzhunde)

Dieser Verband ist eine Zusammenarbeit mit der Einrichtung des Naturparks Gran Sasso Monti della Laga eingegangen, der ein Austauschnetz für Herdenschutzhunde zwischen den innerhalb dieses Naturreservates tätigen Schafzüchtern erstellen soll. Zu diesem Zweck werden alle Unternehmen aufgesucht, die Hütehunde einsetzen und züchten, um die Verfügbarkeit und das Verhalten der entsprechenden Hundemeuten zu prüfen. Alle erfassten Informationen werden mit Mitteln der Informatik aufgezeichnet, um einen globalen Überblick zu erhalten, der die Auswahl der Paarungen und den Austausch von Welpen mit unterschiedlichen Verhaltensweisen und Zuchtlinien zu ermöglichen.
Hinsichtlich des Austauschs von Welpen zwischen den verschiedenen Unternehmen ist vorgesehen, diese kostenlos an die im Territorium des geschützten Gebietes tätigen Unternehmen abzugeben, wenn diese dies beantragen, wohingegen eine angemessene Kostenrückerstattung für diejenigen erfolgt, die die zu diesem Zweck geeigneten Welpen zur Verfügung stellen.
Außerdem erlauben die im Rahmen dieses Austauschs gesammelten Daten eine Bewertung der verschiedenen, im Territorium tätigen Hundegruppen, wodurch es möglich wird, in diese entsprechend Hunde mit neuen Zuchtlinien und ergänzenden Eigenschaften einzugliedern, um im Laufe der Zeit die Leistung der einzelnen Hundemeuten zu verbessern und den Herden einen besseren Schutz zu gewähren. Die bereits in den arbeitenden Hundegruppen verfügbaren Zuchtlinien werden auch durch Eingliederung von Welpen aus Hundezuchtstätten verstärkt, die Abruzzesische Hütehunde entsprechend der geforderten Eigenschaften züchten. Die an diesem Projekt mitarbeitenden Tierzüchter haben die Möglichkeit, auf unserer Internetseite die Daten zu ihren Unternehmen zu veröffentlichen, wobei sie den Standort und die Produktionsart angeben können.
Das Endergebnis dieses Projektes, das im Dezember 2012 ausläuft, sollte es erlauben, ein besseres Nebeneinanderbestehen zwischen Zuchtstätten und Raubtieren innerhalb des Naturparks Gran Sasso – Monti della Laga zu schaffen, d.h. gerade durch die bessere Leistung der in den Unternehmen tätigen Hundemeuten, was demzufolge geringere Verluste durch Raubtiere bedeutet, aber dies nicht allein. Zudem kann den Züchtern, die an diesem Projekt mitarbeiten, eine stärkere Visibilität mit den sich daraus ergebenden Vorteilen geboten werden.

Der Vorsitzende
Dr. Freddy Barbarossa

 

VERBESSERUNG DER BEDINGUNGEN FÜR DEN SCHUTZ GROSSER FLEISCHFRESSER - EINE ÜBERTRAGUNG DER BESTEN VORGEHENSWEISEN
EIN AUSTAUSCHNETZ FÜR SCHUTZHUNDE IM NATURSCHUTZGEBIET DES NATIONALPARKS GRAN SASSO - MONTI DELLA LAGA


Die Reaktion auf die an der Zootechnik sowie allgemeiner an der landwirtschaftlichen Tätigkeit  verursachten Schäden verkörpert einen der wichtigsten Gründe für die Jagd des Menschen auf den Wolf und den Bären. Dieses Problem wird häufig durch ein geringes Vorhandensein von Beutetieren im Territorium verschärft und zweifellos durch die Notwendigkeit der Verwaltungseinrichtungen verstärkt, Maßnahmen zum Schutz der wildlebenden Fauna abgesehen von den Erfordernissen der Bevölkerung einzuleiten.
In diesem Kontext besteht das Ziel des Projektes LIFE EX-TRA darin, die Fähigkeiten derer zu verbessern, die sich der Pflege der Fauna in den wichtigsten Aspekten des Schutzes der großen Fleischfresser widmen: dazu gehören Aspekte der Biologie, Wechselwirkungen mit anderen Tierarten, der Umgang mit dem Konflikt und die Einbeziehung von Interessengruppen. Im Rahmen des Gemeinschaftlichen Projektes LIFE07/NAT/IT/000502 “Improving the conditions for large carnivore conservation – a transfer of best practices” – EX-TRA, ist auch die Entwicklung eines Netzes von Züchtern für Begleit- und Schutzhunde sowie von Herdenzüchtern vorgesehen, die Eigentümer dieser Hunde sind. Dabei sollen spezifische Organisationen für die Verbesserung der Qualität der Hunderasse einbezogen werden, um eine technische Unterstützung bei der Hundeausbildung und ihren bestmöglichen Einsatz zu garantieren, damit sie zu einem primären Abschreckungselement für die im Territorium vorhandenen, großen Raubtiere und die durch diese hervorgerufenen Schäden auf ein Minimum verringern.
Die Tätigkeit erfolgt mittels spezifischer Kompetenzen des Verbandes “Abruzzesischer Hütehund”, d.h. Im Besonderen der Gruppe für Ethologische Studien zu Hütehunden, die sich mit folgenden Maßnahmen befasst:

o Überwachung und Verwaltung der verfügbaren Ressourcen durch Anregung und Koordinierung des Austausches von Hunden zwischen den Unternehmen, wobei gleichzeitig die Einführung neuer Zuchtlinien gefördert wird, die von Hundezüchtern beschafft werden, die die Tiere mit den geforderten Eigenschaften auswählen;
• Durchführung einer sorgfältigen Bewertung jedes einzelnen Tieres in den innerhalb des Naturparks tätigen Zuchtstätten für Schafe und Ziegen in Bezug auf ihr Verhalten bei der Arbeit, ohne dabei die Morphologie zu vernachlässigen, die ebenfalls zur Gewährleistung der Einsetzbarkeit unerlässlich ist;
o Vornahme des Screening der verwendeten Zuchtlinien und Ermittlung ihrer Herkunft, auch durch Entnahme der DNA mit Auswertung bei den Fakultäten für Veterinärwissenschaft der Universitäten Chieti und Teramo, in Bezug auf die entsprechende Verfügbarkeit und die hauptsächlichen wirtschaftlichen Ressourcen.
• Bewertung der Verstärkung oder Verminderung der Charakterzüge jedes einzelnen Tieres, um dem Züchter Hinweise zum Umgang mit diesen und den entsprechenden Paarungen zu geben;
o Erfassung der erzielten Daten für eine Gesamtauswertung des verfügbaren Materials und der Austauschmöglichkeiten.
• Organisation von Schulungskursen vor Ort zum Umgang mit den Hunden, die das Ziel haben, deren Leistung in ihrer Arbeitsumgebung zu optimieren;
o Förderung des Austauschs von Welpen zwischen den Schaf- und Ziegenzüchtern unter Nutzung der Erfahrungen von Fachleuten und Anregung dieses Austauschs durch eine Form der Kostenrückerstattung;
o Förderung der Beteiligung an Fachmessen innerhalb des Naturparks;
o Bekanntgabe der Ergebnisse des Projektes durch auf unterschiedliche Weise verbreitete Veröffentlichungen.

Die interne Koordinatorin des Projektes
Fr. Dr. Pina Leone

 

Weitere Informationen: